• Stefan Schmidt

The Fourth Turning – die 4. Wende

Nach der Generationentheorie von Strauss und Howe („The fourth turing“) stehen wir heute inmitten eines großen Umbruches der Gesellschaft und unserer Wertegemeinschaft, welche sich bis 2025 vollziehen wird. Aus den Betrachtungen der Vergangenheit leiten Neil Howe und William Strauss ab, dass sich die Geschichte unumgänglich wiederholt und alle 80 bis 90 Jahren die Welt große Krisen erlebt.



“Ein Grund, warum sich der Zyklus der Archetypen immer wiederholt, ist der, dass jede junge Generation versucht, das zu korrigieren oder zu kompensieren, was sie als Exzesse der sich an der Macht befindlichen Generation im mittleren Alter wahrnimmt. Daher ist es keine Überraschung, dass die Babyboomer (Propheten mit Werten wie Individualismus) die Millenials (Helden mit Werten auf Gemeinschaft und institutionelles) zur Welt gebracht haben.” -William Strauss-

Strauss und Howes widersprechen der Grundannahme der modernen Historiker einer linear gesellschaftlichen Entwicklung mit kontinuierlichem Fortschritt bzw. einer chaotischen Entwicklung. Sie sind der Überzeugung, dass die gesellschaftliche Entwicklung ein sich wiederholende Zyklus ist. Entlang eines Zyklus identifizieren Sie vier ca. 20 Jahre dauernde Wendungen, also die Länge einer Generation und vergleichen dies mit den 4 Jahreszeiten. In jeder Wendung wird eine neue Generation geboren und jede ältere Generation altert in die nächste Lebensphase.

Aktuell erleben wir gerade die vierte Wendung, welche mit erheblichen sozialen Unruhen in Zusammenhang mit großen ökonomischen und wirtschaftlichen Umbrüchen einhergeht und sie vergleichen diese Krise mit der amerikanischen Revolution (1776), dem amerikanischen Bürgerkrieg (1865), dem Zweite Weltkrieg und der großen Wirtschaftskrise (1945). In „The Fourth Turning” wurde vorausgesagt, dass beginnend um 2005, die USA eine Abwertung in den Finanzmärkten erleben wird und die Ära Parallelen zu den 1930er Jahren haben wird.

 

Reflektion – Was ist dran?

Wir leben in einer zunehmend unbeständigen Ära, in der die Geschichte sich beschleunigt und die liberale Demokratie schwächer wird. Wie Vladimir Lenin schrieb, „in manchen Jahrzehnten passiert nichts; in manchen Wochen passieren Jahrzehnte”.

Seit der Finanzkrise 2008 und der Pleite von Lehmann Brother erleben wir eine Null-Zinspolitik der Notenbanken. Wie 1930, sehen wir schwache Investitionen, die Weltwirtschaften sind in eine Deflation gerutscht und haben riesige Schuldenberge angehäuft, es gibt eine wachsende Ungleichheit zwischen Arm und Reich und die Unfähigkeit der Zentralbanker den Konsum wieder zu entfachen. Geopolitisch sind wir weltweit Zeugen eines Anstiegs von Isolationismus, Nationalismus und rechtem Populismus. Diese Geschichte ist wie ein Echo der 30er Jahre, die von einer schwindenden Autorität der großen Allianzen und einer neuen Bereitschaft autoritärer Regime zeugt, mit erschreckender Straflosigkeit zu agieren. Hinzukommen die durch Menschen und Weltwirtschaft erzeugten Klimaprobleme.

Machen wir uns bereit für die kreative Zerstörung öffentlicher Institutionen, etwas das jede Gesellschaft periodisch erfordert, um auszusondern was obsolet, verknöchert und disfunktional ist – und um das Spielfeld des Wohlstandes und der Macht fort von dem alten und zurück zu dem Jungen zu kippen. Wälder benötigen periodische Feuer; Flüsse benötigen periodische Fluten. Gesellschaften ebenso. Das ist der Preis den wir für ein goldenes Zeitalter bezahlen müssen. Wird die Theorie von Strauss und Howes Wirklichkeit? Ich glaube schon:


Finanzpolitik und Börse

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Erderwärmung und Erderwärmung

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Brexit,

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Pandemie,

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Mobilität, Digitalisierung

..in progress

 

Lösungen und Vorsorge

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