• Stefan Schmidt

Unsere Welt neu denken

Aktualisiert: 31. Jan. 2021

Wohlstandsgesellschaft und unbegrenzter Konsum.


Unser Wohlstandgemeinschaft fordert Ihren Preis: Erdbeeren im Winter, Wein aus Kalifornien, dicke schwere SUV‘s, 5 verschiedene Supermärkte in jeder Kleinstadt, absolute Mobilität, Wachstum zu jedem Preis, wieder ein neues Gewerbegebiet, welches für gutes Ackerland geopfert wird, eine breitere 8-spurige Brücke, riesige Auswahl, niedrig Preise, das neuste Handy, ect.


Vergleicht man unsere Welt mit der vor 50 Jahren, so hat sich viel verändert. Man fliegt mehrmals im Jahr ins Ausland in den Urlaub, die Autos sind größer geworden, jedes Kind hat ein eigenes Zimmer und viele Klamotten füllen unsere Schränke, es gibt zig Haushaltsgeräte, welche wir selbstverständlich nutzen und in fernen Ländern hergestellt werden. Viele Fabriken, Kraftwerke, Straßen und Flughäfen sind nötig, um diese gelebte Normalität herzustellen.


“Technologischer Fortschritt gilt als sichtbarstes Zeichen menschlicher Fortentwicklung. Wir müssen Technik, Umwelt und Gesellschaft zusammendenken”

Jeder Gärtner weiß, dass man nicht mehr ernten kann, als auch wächst. Mit unserem Konsum, unserer Lebensweise hinterlassen wir einen messbaren ökologischen Fußabdruck. Als die Apollo 8, 1968 zum Mond startete, lag dieser Fußabdruck der Menschheit noch innerhalb dem was die Erde hergab. Im Jahr 2020 lag dieser Eart Overshoot Day am 22. August – in Deutschland am 3. Mai. Das bedeutet wir bräuchten unsere Erde heute mehr als zweimal.


Jetzt in der Corona-Krise werden verständlicherweise Schulden gemacht, und um diese Schulden zu tilgen, fordern erfahrene Ökonomen, wie Christian Odenthal mit Wachstum aus diesen Schulden herauszuwachsen. Noch mehr Produktion, noch mehr Konsum? Renditen, Profite, Absatz und ökonomisches Wachstum sind die Indikatoren, für solche Ökonomen.


In einer vollen Welt, wo das fossile Wirtschaften unsere Lebensgrundlage bedroht, müssen wir dies hinterfragen. Der geforderte technologische Fortschritt muss heute Effizienzgewinne bedeuten, mehr aus weniger, die Natur weniger stark auszubeuten, um das BIP trotzdem weiter zu wachsen zu lassen. Die Natur zu schützen und nachhaltig zu sein, ohne auf Wohlstand zu verzichten und Einbußen zu haben. Aber wie soll das gehen?

 

Elektro-Mobilität


Elektroautos gelten als umweltfreundlich, weil sie wenige klimaschädliches CO2 ausstoßen. Trotzdem stellt das auch eine Rebound-Effekt, da zur Herstellung Material und Energie verbraucht wird, insbesondere für die Herstellung der Batterie braucht man seltene Erden, welche oft unter umweltschädlichen Bedingungen abgebaut werden. Auch benötigt man Energie und Material für den Aufbau und Betrieb einer Ladestruktur. Ein E-Auto wie der Audi E-tron, ein Stadtgeländewagen, 2,5 Tonnen schwer mit einer 700 kg schweren Batterie, sieht schön aus, fährt sich toll, aber macht die Sache nicht automatisch gut. Allein bei der Herstellung der Batterie fallen 6-10 To CO2 an. Ein sparsamer Benziner oder Diesel kann da allein schon mal 4 Jahre unterwegs sein. Man muss also den Gesamtrahmen betrachten. Die Lösung wäre also: weniger Autos und die so umweltfreundlich wie möglich. Nur mal zum Vergleich: 420 kg E-Auto Luca aus Müll vs. 3 Tonnen Tesla Cybertruck aus Edelstahl und Panzerglas.


 

Wasserstoff-Technologie

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Nachhaltige und langlebige Produkte

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Buchempfehlung: „Unsere Welt neu denken“ von Maja Göpel


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